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Schnitte

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Horizontalschnitt/Cross-Cut

Der meistgefahrene und bewährteste Segelschnitt ist der Horizontalschnitt. Bei ihm laufen die Nähte rechtwinklig zur Sehne des Achterlieks. Er ist vergleichsweise immer noch am preiswertesten in der Herstellung, robust in der Handhabung, und im allgemeinen auch am langlebigsten.
Der Nachteil eines etwas höheren Gesamtgewichtes (gegenüber einem radialem Segel mit abgestuften Tuchgewichten) ergibt sich aus der Tatsache, dass nur eine durchgehende Tuchstärke vom Achterliek bis zum Vorliek verarbeitet werden kann. Für Starkwind und Sturmsegel ist der Horizontalschnitt prinzipiell empfehlenswert, weil es bei diesen Segeln weniger auf Gewichtsreduzierung ankommt, als primär auf Langlebigkeit und Robustheit.
Das optimale Profil eines Segels - also seinen Stand - errechnet unser Computer genauso gut für horizontal wie für radial geschnittene Segel. Der wesentliche Gesichtspunkt der modernen, lastorientierten Segelschnitte liegt nicht nur in effektiver Formgebung, sondern bedeutet primär eine Gewichtsreduzierung durch Verwendung von Laminaten bzw. verschiedener Tuchgewichte.

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Bi-Radialschnitt
Beim Bi-Radialschnitt handelt es sich um einen lastorientierten Segelschnitt, bei dem die Nähte im Verlauf der Kraftrichtung im Segel gekippt werden und dadurch nicht mehr durch Scherkräfte belastet werden. Die strahlenförmigen Bahnen laufen vom Schothorn und vom Segelkopf zur Segelmitte. Dieses sind die Punkte des Segels, die die größten Belastungen aufnehmen müssen.
Bei radialen Segelschnitten kommt es darauf an, Segeltuch und Bahnenverlauf so aufeinander abzustimmen, dass die Stärke des Segeltuches in Richtung und Ausmaß so genau wie möglich den Lastlinien im Segel entsprechen.

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Tri-Radialschnitt
Der Tri-Radialschnitt ist eine Alternative zum Bi-Radialschnitt mit einer zusätzlichen radialen Sektion aus dem Segelhals. Sie trifft auf die Mittel- und Schotsektion.
Beim Tri-Radialschnitt ist die Bahnenausrichtung dem Kraftlinienverlauf noch optimaler angepaßt. Generell sollten radial geschnittene Segel immer aus Sandwichmaterial, bzw. speziellen, für diesen Einsatzzweck konstruierten Tuchen gefertigt werden. Durch den Einsatz dieser hochwertigen Materialien können die Segel formstabiler und leichter sowie besser trimmbar konstruiert werden.
Ein weiterer Vorteil radialer Segelschnitte besteht in der Möglichkeit, verschiedene Materialien und Tuchgewichte mixen zu können. Im hochbelasteten Achterliek- und Unterliekbereich können festere bzw. schwerere Tuche eingesetzt werden. Derartige Abstufungen von leichteren Tuchen im Vorlieksbereich bis hin zu schweren Tuchen im Achterliek- und Unterliekbereich bewirken, dass sich das Segelprofil besser entfalten kann.

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